Projektbeschreibung (deutsch)

Findet in formale Gärten ein Zusammenspiel von Natur und Technik zum Zweck des Vergnügens und der Repräsentation statt, so wird die gleiche Kombination in landwirtschaftlichen Feldern zum Zweck des Profits eingesetzt. Beide dieser Formen technisierter Natur sind allerdings auch Ausdruck nationaler Interessen. Der “National Security Garden” ist ein Hybridobjekt im öffentlichen Raum – angesiedelt zwischen landwirtschaftlichem Feld und repräsentativem Garten. Dieses Kunstprojekt erzeugt ein lokales öffentliches Bild der Sojabohne, einer der weltweit wichtigsten landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, mit der Absicht einen offenen Diskurs zu initiieren über die verschiedenen Themenkomplexe die in dieser einen Pflanze verkörpert sind. Als ein international vernetztes Projekt wirft die Installation Fragen auf über die Zusammenhänge zwischen dem landwirtschaftlich-industriellen Komplex, Klimaveränderung, sowie Energie- und Ernährungsproblemen.

Mai 2012 legt das Künstlerduo  Shannon McMullen und Fabian Winkler in ein 20 Quadratmeter großes Feld mit Sojapflanzen vor dem Rathaus in Singen/Htwl. an. Die Pflanzen werden nachts von unten durch über 1500 LEDs mit einer wachstumsfördernden Lichtwellenlänge bestrahlt. Gespeist wird das LED Grid von Solarenergie. Dieses Lichtkonzept ist zum einen ein utopischer Beitrag zu Michael Pollans Idee des „Sun Farming“ zum anderen aber auch eine kritische Reflektion über die Grenzen und möglichen Gefahren technologischer Eingriffe in die Natur.

Eine ausführlich Projektbeschreibung mit Details zu allen Komponenten des National Security Garden kann hier heruntergeladen werden: NSG_Projektbeschreibung_deutsch.pdf (23.1MB)